Arbeitsweise

Meiner Meinung nach ist es Verschwendung von Zeit und Geist, f√ľr typologisch gleiche Aufgaben stets dieselben wiederkehrenden Arbeitsschritte per Hand zu erledigen. Durch Analyse der Problemstellung bzw. der Arbeitsschritte lassen sich wiederkehrende Muster, Strukturen und Gesetzm√§√üigkeiten erkennen; es findet eine Aufspaltung in Daten (“Parameter”) und Meta-Daten (Zusammenh√§nge, “Programm”) statt. Mit Hilfe von Computern lassen sich die ben√∂tigten Daten extrahieren und Programme schreiben, die das gew√ľnschte Ergebnis produzieren. Gleichzeitig erm√∂glicht das Manipulieren auf Meta-Ebene, da√ü alle Ergebnisse in gewissem Sinne “gleichzeitig” bearbeitet und optimiert serden k√∂nnen.

Ein bildliches Beispiel möge dies verdeutlichen: Das folgende Muster besteht aus lauter unterschiedlichen Blättern. Ist das zu Grunde liegende Prinzip gefunden (die Anweisung, wie dieses Blatt gezeichnet werden soll), lassen sich so mittels zufälliger Parameter beliebig viele Blätter programmieren. Durch Einengung der Streuung einzelner Werte läßt sich das Ergebnis auch feinjustieren (also zB nur Varianten von Eichenlaub).

Blaetter1200-ausschnitt

 

Als praktisches Beispiel werden hier unterschiedliche Befestigungswinkel f√ľr ein Bauprojekt gezeigt. Die Geometrie der zu befestigenden Teile bedingt, da√ü jeder dieser Winkel anders auszuf√ľhren ist. Aus einem 3D-Modell werden die erforderlichen Parameter ermittelt und die einzelnen Bauteil enntsprechend dimensioniert. F√ľr jedes Bauteil sind zus√§tzlich Bearbeitungsdaten und Pl√§ne generiert und Informationen in Tabellen gesammelt worden.

vielewinkel-ausschnitt

 

Die größtmögliche Standardisierung der Methoden als gängiges Prinzip bei der Programmierung von Computern wird auch hier angewandt. Dadurch können Programmmodule sofort wiederverwendet werden. Die Strukturierung dieser Module in Bibliotheken kann als weitere Metaebene verstanden werden. Die Lösung neuartiger Probleme und Aufgaben ist dabei meine Lieblingsbeschäftigung.